| Nicht immer läuft alles glatt. |
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Als ich mit 16 Jahren beschloss eine Lehre zu machen, statt auf der Schule zu bleiben, geschah das in erster Linie deshalb, weil ich genug von der Schule hatte und endlich Geld verdienen wollte. Wenn ich schon die Schulbank drücken sollte, dann wollte ich wenigstens Geld bekommen. Leider war ich mir nicht darüber im Klaren welche Ausbildung mich interessieren könnte, da ich andere Dinge im Sinn hatte, statt über meine Zukunft nachzudenken. Also stand ich da und wusste überhaupt nicht was ich wollte und ließ es auch schleifen, schlichtweg weil ich keine Lust und auch Angst hatte Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Schließlich nahm mich die Mutter einer Freundin unter ihre Fittiche und bestärkte mich darin, mir weiter Gedanken zu machen. Ich hatte die vage Idee das Floristin bestimmt ein schöner Beruf ist und bewarb mich bei einigen Betrieben die ich mir im BIZ der ARGE herausgeschrieben hatte. Leider blieben diese Bewerbungen erfolglos. Durch einen mir am Arbeitsamt zugeteilten Berater bekam ich die Möglichkeit mich am Oberstufenzentrum in Brandenburg um eine schulische Ausbildung zur Floristin zu bewerben. Ich wurde angenommen und konnte somit meine Ausbildung beginnen. Die Ausbildung dauerte drei Jahre, von denen wohl das erste Jahr das wichtigste ist, weil es da um die Basis der Floristik geht. Meine Erfahrungen mit so einer schulischen Ausbildung waren eher schlecht. Wir hatten zwar alle die Möglichkeit in einer großen Werkstatt so lange zu lernen bis jeder Arbeitsschritt saß, aber die Endprodukte wurden nie verkauft, weil es ja kein richtiger Laden war, sondern eine Werkstatt im Institut für Betriebliche Aus- und Weiterbildung (BIAW). Auch die Erfahrungen in einem richtigen Laden zu stehen kamen zu kurz, so das ich nie mit diesem Umfeld vertraut wurde. Andererseits fanden in dem Institut oft Floristikausstellungen statt, bei denen ich meine Fähigkeiten als Gruppenleiterin unter Beweis stellen konnte und meine Ideen für die Ausstellung verwirklichte. Die Prüfungen habe ich dann mit Ach und Krach bestanden, aber eben bestanden! Das war dass was für mich zählte. Alles in allem waren die drei Jahre wichtig und streckenweise auch schön, aber hätte ich die Möglichkeit noch mal zu entscheiden, würde ich mich mit Sicherheit für einen anderen Beruf entscheiden. |
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