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 Meine beste Entscheidung

Ich war ein Spätzünder, damals als Junge hatte ich bis zur 9. Klasse kein großes Interesse an Bildung und Schule. Aber dann kam auf einmal die Erkenntnis, dass die tollsten Berufe ein Studium erforderten. Also gab ich Gas und arbeitete im Unterricht intensiv mit und lernte zu Hause noch zusätzlich. Mein Notendurchschnitt verbesserte sich und Mathe und Physik machten sogar richtig Spaß.

Heute weiß ich das dass ganz normal bei Jungen in dem Alter ist, wir neigen nun mal dazu spät zu zünden, was nicht heißen soll das dass alle betrifft, manche bleiben auch auf der Strecke und lernen nie was, oder sind von vorn herein an ihrer Bildung interessiert.

Jedenfalls schaffte ich es dennoch nicht aufs Gymnasium, also lernte ich Werkzeugmacher. Es ist ein toller Beruf, man sieht wie man mit den eigenen Händen etwas erschafft, hat viel mit Maschinen zu tun und kann genauer arbeiten als jeder andere Mechaniker oder Schlosser. Es ist jedoch eine harte Arbeit, die man mit 50 Jahren oder älter kaum noch schafft. Nachdem einige Kollegen die etwa in diesem Alter waren starben machte ich mir Gedanken über ein Studium. Am Anfang habe ich mich nur erkundigt wo man studieren konnte und wie gut so ein Studium zu schaffen sei. Den festen Entschluss zu studieren fasste ich im Urlaub, plötzlich sagte ich mir das schaffst du und warum sollte ich noch warten.

Die fünf Jahre Abendstudium gingen schnell herum, es gab viel zu lernen und die Tage waren ausgefüllt, früh arbeiten und Nachmittag zum Studium, trotzdem hatten wir eine Menge Spaß.

Heute bin ich Diplom Ingenieur und stolz darauf.

 

 
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