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Es ist üblich, dass schriftliche Bewerbungen in einer Bewerbungsmappe an die Unternehmen geschickt werden. Hier soll es darum gehen, wie diese Bewerbung im groben aussehen sollte, denn der genaue Inhalt ist vom Berufsbild abhängig, außerdem lassen sich viele Beispiele im Internet finden. Eure Bewerbung sollte individuell auf euch und den Betrieb, bei dem ihr euch bewerbt zugeschnitten sein. Also nicht eine Bewerbung schreiben und die dann zehnmal mit anderer Adresse ausdrucken. Ihr solltet weder buntes, noch gemustertes, sondern ganz normales weißes DIN A4 Papier verwenden. Auch die Mappe sollte nicht in knallbunter Farbe sein. Ihr solltet einen neuen und sauberen Umschlag im Format C4 verwenden. Den bekommt ihr in so gut wie jeder Postfiliale, in Schreibwarengeschäften und oft auch in Supermärkten. Und das braucht ihr alles:
DeckblattDas Deckblatt ist kein absolutes Muss, macht aber optisch ganz schön was her. Hier kann man gleich sehen, für was für einen Beruf oder auf welche Stelle ihr euch bewerbt. Es soll die Aufmerksamkeit des Lesers auf EURE Bewerbung ziehen. Als erstes sollte sich sozusagen der Titel eurer Bewerbung, in nicht zu kleiner Schrift (Größe 16-18), darauf befinden. Dann könnt ihr das Foto darauf kleben und nicht zu vergessen, eure Adresse als Abschluss dieses Blattes.
AnschreibenAuf dem Bewerbungsschreiben befinden sich die ausschlaggebenden Informationen, also: Wer bewirbt sich bei wem um welche Stelle. Es sollte euch darstellen und euch von anderen Bewerbern abheben. Das heißt aber nicht, dass ihr irgendwelche Märchen erzählen sollt. Ehrlichkeit ist oberstes Gebot. Wenn ihr unehrlich seid, kommt das spätestens bei dem Bewerbungsgespräch heraus und eure Chance ist somit vertan. Aber eure größten Schwächen müsst ihr hier auch keinem gleich auf die Nase binden. Auch erwartet niemand von euch ewig lange, lyrische Texte zu schreiben. Auch dem Beruf, für den ihr euch bewerbt sollte das Schreiben angepasst sein. So wird von einem Bewerber auf eine Stelle als Dachdecker nicht erwartet Fachbegriffe zu verwenden, bei einem Zeitungsredakteur sieht das mit der Formulierung aber schon anders aus. Außerdem sollte das Anschreiben an sich maximal 1 ½ Seiten betragen. Nun zur Form: Eigentlich sind euch bei der Gestaltung der Bewerbung keine Grenzen gesetzt. Achtet aber darauf, dass es übersichtlich bleibt, da derjenige, der sich die Bewerbung durchliest, einen großen Teil erstmal überfliegt. Das ist auch nicht verwunderlich, denn immerhin werdet ihr nicht die einzigen sein, die sich in einem Unternehmen bewerben. Das heißt also, keine schnörkelige Schrift, nicht zu klein und nicht zu groß schreiben (Größe 10-12), 2 ½ - 4 cm Rand und eventuell Blockschrift.
In der oberen linken Ecke befindet sich eure Anschrift inklusive Telefonnummer und eventuell E-Mail Adresse. Auf der rechten Seite des Blattes, in der obersten Zeile (da wo euer Name steht) befindet sich das aktuelle Datum, meist noch mit Ortsangabe. Achtet unbedingt darauf, dass das Datum aktuell ist, das ist nämlich einer der meist gemachten Fehler. Dann setzt ihr vier Freizeilen, um dann die Anschrift des Betriebes zu schreiben. Auch hier solltet ihr unbedingt darauf achten, dass alles fehlerfrei ist. Nach weiteren vier Freizeilen folgt dann die Betreffzeile, in der ihr nur mitteilt, worum es in dem Schreiben geht, nämlich um eine „Bewerbung um ...“ und um die Zeile hervorzuheben, wird sie in fetter Schrift verfasst. (Nur fett, nicht größer). Wieder zwei freie Zeilen und dann geht’s los mit der Anrede. In der Regel steht da „Sehr geehrte Damen und Herren“, wenn ihr den Chef aber schon beim Namen kennt, sprecht ihn auch direkt an. Nach der Anrede folgt immer eine Freizeile um dann möglichst in Absätzen euren Text zu verfassen. Zum Beispiel:
Einleitung: Ihr könnt euch auf eine Anzeige beziehen oder auf ein vorher geführtes Gespräch / Telefonat. Vermeidet Formulierungen wie: „Hiermit bewerbe ich mich um…“ (Dem Leser sollte schon seit der Betreffzeile klar sein um was ihr euch bewerbt.)
Hauptteil: Wann habt ihr / werdet ihr eure Ausbildung / Schule beenden. Geht dann auf eure Interessen, Kenntnisse und Fähigkeiten ein und versucht die Frage zu beantworten: Warum seid gerade ihr für diese Stelle geeignet?
Schlussteil: Um das Schreiben zu beenden sprecht den Leser noch mal direkt an und formuliert Sätze, wie: „Über ein persönliches Gespräch stehe ich ihnen gerne zur Verfügung“ oder "Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen.“ Jetzt folgt noch die Grußformel: „Mit freundlichen Grüßen“, dann eure Unterschrift. Ganz unten auf dem Blatt könnt ihr noch die Anlagen (Lebenslauf, Zeugnis …) auflisten.
LebenslaufDer tabellarische Lebenslauf hat sich als Standart durchgesetzt und nur vereinzelt und in besonderen Berufsgruppen wird ein ausführlicher Lebenslauf verlangt.
Es ist wichtig, dass der Lebenslauf lückenlos ist. Bei Lücken wird sich der Leser denken, dass der Schreiber etwas zu verheimlichen hat. Ihr geht dabei in verschiedenen Bereichen und chronologisch vor, das was am längsten her ist steht also oben.
Als erstes macht ihr Angeben zu eurer Person (Namen, Anschrift, Geburtsdatum und –ort, Staatsangehörigkeit usw.) an. Angabe zu Eltern und Geschwistern sind kein Muss!
Dann folg die Ausbildung (von der Grundschule bis zum Abschluss und eventuell Berufsausbildung) und anschließend besondere Kenntnisse, Interessen und Qualifizierungen. Zum Abschluss gehören Ort, Datum und Unterschrift.
Heiß diskutiert wird zurzeit die so genannte „dritte Seite“ bzw. „vierte Seite“, die zusätzlich nach dem Lebenslauf angebracht wird. Hier soll dargestellt werden, warum man für das Unternehmen besonders geeignet ist. Es soll dabei helfen, sich besser zu verkaufen. Es besteht aber die Gefahr, dass man zu dick aufträgt und diese Seite dadurch negativ wirkt. Dieses Vorgehen ist nicht unbedingt notwendig, da Informationen aus dieser Seite genauso gut in das Anschreiben oder den Lebenslauf eingebaut werden können.
ZeugnisVerwendet eine Kopie, in guter Qualität, eures letzten Schulzeugnisses. Es sollten keine schwarzen Kopierstreifen darauf sein und ihr verwendet natürlich weißes Papier. Es kann auch vorkommen, dass ein Unternehmen die letzten beiden Zeugnisse verlangt. Das Zeugnis muss nicht unbedingt beglaubigt sein, denn das wird nur noch vereinzelt (vor allem von Behörden) verlangt. Danach könnt ihr noch andere Bescheinigungen beifügen.
FotoDas Bewerbungsfoto befindet sich entweder auf dem Deckblatt oder dem Lebenslauf. Das Foto sollte maximal ein Jahr alt sein und von einem professionellen Fotographen angefertigt sein. Fotos aus Automaten und Urlaubsbilder sind Tabu. Geht ausgeschlafen und in einem gepflegten Äußeren zum Fotographen. Mit Make-up und Schmuck sollte dezent umgegangen werden. Auch die Kleidung sollte dem Beruf angepasst sein. Ein Foto hinterlässt einen bleibenden Eindruck und ist entscheidend dafür, ob ihr dem Leser auf den ersten Blick sympathisch seid oder nicht. Also bitte freundlich lächeln. Schreib auf die Rückseite euren Namen, so kann der Chef, falls sich das Bild ablöst, euch immer noch der Bewerbung zuordnen.
MusterHier also ein paar ausgewählte Muster von anderen Internetseiten. Kopiert diese Vorlagen aber nicht, denn eure Bewerbung soll ja immer noch individuell sein. Ihr könnt euch aber von den Mustern inspirieren lassen. Bewerbung 1Bewerbung 2
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