| Berufswahl |
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Es ist schwer den richtigen Beruf für sich auszuwählen.Unsere Gesellschaft ist arbeitsteilig aufgebaut, egal ob in China oder Deutschland, wir werden überall ein hohes Maß an Spezialisierung finden. Keiner beherrscht mehr alle wichtigen Fähig- und Fertigkeiten wie die großen Universalgelehrten des Altertums und des Mittelalters. Unsere Gesellschaft, Technik und Wissenschaft ist so umfassend und kompliziert geworden das auch Leonardo da Vinci nicht mehr durchblicken würde. Gleichzeitig mit der Technik, hat sich aber auch die Arbeitsteilung weiter entwickelt und eine feine Abstufung ausgeprägt ohne die keine industrielle Fertigung mehr möglich wäre. Diese fein gestufte Arbeitsteilung sorgt nicht nur für die enorme Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft, sondern auch für eine Unzahl von Berufen, die sich teilweise nur schwer unterscheiden lassen. Deshalb ist die Beschäftigung mit diesem Thema heutzutage so schwierig und wichtig. Berufswahl ist auch ein langer Prozess der schon im Kleinkindalter beginnt. Sicher erinnert ihr euch wie ihr oder Andere im Kindergarten vom Beruf der Eltern fasziniert ward und unbedingt auch dass werden wolltet. Damit fängt es an, spielt der Beruf der Eltern im Familienleben eine Rolle, beschäftigt man sich natürlich weiter mit dem Thema, bis man anfängt an seine eigene Zukunft und den eigenen Beruf zu denken. Wird dieser Prozess unterbrochen, beispielsweise weil arbeitslose Eltern nicht mehr über das Thema sprechen, wird den Kindern das Thema fremd. Sie kennen sich nicht so gut mit Berufen aus, finden es auch nicht so wichtig einen Beruf zu haben um damit ein eigenes Einkommen zu erarbeiten. Für Kinder und Jugendliche aus Elternhäusern in denen der Beruf immer ein wichtiger Teil des Lebens war ist es dagegen selbstverständlich einen Beruf zu ergreifen. Sie wissen was sie gut können und welche Berufe ihnen auch Spaß machen.Andere Faktoren wie der Umgang mit Taschengeld, die Entlohnung von Haushaltsarbeiten, Ferienarbeit oder Besuch im elterlichen Betrieb nehmen natürlich auch Einfluss. Es ist also entscheidend wie der so genannte Sozialisierungsprozess verlaufen ist. Wer nicht so gut vorbereitet wurde wird erst sehr spät merken wie schlecht er vorbereitet ist. Es verbleibt dann nur wenig Zeit in der man sich intensiv mit Beruf und Erwerbsarbeit auseinandersetzen muss, sonst wird ein erfahrener Personalleiter im Bewerbungsgespräch solche Defizite schnell aufspüren und diese Bewerber ablehnen. Wer noch gar nicht akzeptiert hat wie wichtig eine Erwerbsarbeit ist wird noch nicht einmal bis zum Bewerbungsgespräch kommen. Natürlich kann man jeden Rückstand wieder aufholen. Als erstes muss man natürlich erkennen und akzeptieren dass man einen Rückstand hat und zum zweiten muss man den Willen haben diesen zu überwinden. Natürlich lohnt es sich nicht nur wegen des Einkommens einen Beruf auszuüben, viele definieren heute ihre Persönlichkeit zu einem großen Teil über die Leistungen die sie im Arbeitsalltag erbracht haben. Das ist auch gar nicht spießig oder falsch denn wer beruflich eine Veranstaltung organisiert, ein Gebäude errichtet oder ein Auto repariert hat leistet dabei oft mehr als das mit privaten Tätigkeiten möglich wäre. Auch wenn privat im Hobby oft erstaunliche Dinge entstehen, die wirklich schwierigen Vorhaben bekommt man ohne die Technik vom Arbeitsplatz oder das know how von Arbeitskollegen nicht hin. Irgendwann wird man auch mal richtig alt und will seine Rente genießen, dann ist es für die eigene Zufriedenheit wichtig auf ein Lebenswerk zurückzublicken. Ein Leben in dem man nichts Großartiges geschaffen hat wird als verschwendet erscheinen und als peinlich empfunden werden. Mit unserer Berufswahl beeinflussen wir also unser gesamtes Leben, also Grund genug sich darüber den Kopf zu zerbrechen. |
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