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Ferienarbeit bringt ein gutes Einkommen für Schüler und Studenten. Man kann man sich sein Taschengeld etwas aufbessern oder sich einen Wunsch, den man schon lange hegt, finanzieren.Doch ist das Geld nur einer der Gründe wegen dem man sich einen solchen Job suchen sollte. Ein weiterer Grund wäre, einem Beruf etwas auf den Zahn zu fühlen, sich ein Bild davon zu machen, was die Arbeit von einem verlangt und zu sehen, ob der Beruf auch Spaß macht. Wo liegen meine Interessen und Fähigkeiten? Auch das ist eine Frage, die sich mit einem Ferienjob beantworten lässt. Oder man lernt noch ganz andere Firmen und Leute kennen, die später bei Lehrstellen- oder Arbeitssuche nützlich sein können.
Was muss ich beachten?
Auch wenn ihr nur für ein paar Wochen einen Job macht, sprecht mit euern Eltern, denn es gibt so einiges zu beachten. Vor eurem 13. Geburtstag dürft ihr keinen Ferienjob machen, das ist durch das Gesetz untersagt. Zwischen 13 und 16 Jahren dürft ihr kleinere Jobs machen, wie Zeitung austragen, Nachhilfe geben oder Nachbars Hund Gassi führen. Jedoch dürft ihr das nur bis zu zwei Stunden täglich und braucht die Erlaubnis von euren Eltern. Ab 16 dürft ihr bis zu vier Wochen am Stück arbeiten, aber auch nur unter der Woche, arbeiten am Wochenende und Nachtdienste sind bis auf wenige Ausnahmen Tabu. Die Arbeit ist dann auf 8 Stunden am Tag begrenzt, was bei 5 Tagen (Montag bis Freitag) dann 40 Stunden pro Woche macht. Ab einem Alter von 18 Jahren sieht das Jugendarbeitsschutzgesetz keine Beschränkungen mehr vor. Ihr solltet beachten, dass euern Eltern ab einer bestimmten Einkommenshöhe Kindergeld und Kinderzulage bei Eigenheimföderung oder euch BAföG gekürzt werden kann. Geregelt wird dies durch Freibeträge, die immer auf ein Kalenderjahr gerechnet werden, überschreitet ihr mit eurem Bruttoeinkommen einen der Freibeträge ,wird euch die entsprechende Leistung gekürzt oder ganz gestrichen. Auch ist jeder Arbeitgeber verpflichtet für euch Einkommenssteuer an das Finanzamt abzuführen. Verdient ihr wenigerals 400,- € sind das pauschal 2%, verdient ihr mehr gilt der Einkommenssteuerfreibetrag aus der Tabelle.
Übrigens ist man auch bei Ferienjobs gesetzlich Unfallversichert. Die Kosten der Versicherung trägt, wie bei einem normalen Job auch, der Arbeitgeber. Ihr solltet aber vor allem bei Privatpersonen und kleineren Betrieben noch mal nachfragen, da diese das auch schon mal vergessen können.
Wie finde ich einen Ferienjob?
Ihr werdet euch nun fragen: Alles schön und gut, aber wie komme ich denn nun an einen Ferienjob? Allererste Anlaufstelle sollten die Eltern, Verwandte, Bekannte und Freunde sein. (Denn wer jemand kennt, der jemand kennt..., der einem einen Tipp geben kann...) Vielleicht können die euch weiterhelfen, weil sie schon mal einen Ferienjob gemacht haben oder Freunde und Bekannte haben, die in einem Betrieb arbeiten, der solche Jobs anbietet. Ab und zu findet man auch in Zeitungen und im Internet Angebote. Lasst euch hier aber gesagt sein, dass es vor allem da auch unseriöse Anbieter gibt, die dann Bearbeitungs- oder Vermittlungsgebühren verlangen. Wenn ihr an so jemand geratet ist es mit dem Spaß und dem versprochenen Geld auch schnell vorbei. Informiert euch also gut! Nicht desto trotz gibt es auch hier ehrliche und ernste Angebote, die euch weiterhelfen können.Dann gibt es ja auch noch die Gute alte Methode, des Branchenbuch-zur-Hand-nehmens. Ihr sucht euch in dem dicken Wälzer einige Betriebe heraus, informiert euch eventuell etwas über den Betrieb und ruft direkt an, schreibt eine E-Mail oder geht am besten persönlich vorbei und fragt nach. Wie in einer Bewerbung für jeden anderen Job auch solltet ihr auf ein gepflegtes Äußeres achten und den Arbeitgeber von euren Stärken überzeugen. Kümmert euch rechtzeitig um einen Ferienjob, denn auch hier gilt, wer zuerst kommt, malt zuerst. |
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