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Die ersten Schritte sind geschafft. Die Bewerbungen sind abgeschickt und Interesse seitens eines oder mehrer Betriebe besteht auch. Ihr seid also nun zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Der erste Eindruck hat also gefruchtet und ein Unternehmen ist an euch interessiert. Was gibt es also nun zu beachten und wie könnt ihr auf diesen Termin vorbereiten?

 

Vorbereitung

Für ein Vorstellungsgespräch sind einige Vorbereitungen nötig, die ihr nicht auf die leichte Schulter nehmen solltet, denn es geht um eure Ausbildung oder um euren Job.

Als aller erstes solltet ihr den Termin bestätigen. Das geht schriftlich oder durch ein kurzes Telefongespräch.

Falls ihr euch zu eurem Bewerbungsschreiben nur flüchtig über die Firma informiert habt, ist es jetzt an der Zeit sich damit ausführlich auseinanderzusetzen. Seht euch den Internetauftritt der Firma an oder nutzt eine Suchmaschine um mehr zu erfahren, fragt Freunde oder Bekannte, die das Unternehmen kennen, oder fahrt einfach mal hin. Auch Artikel in der Zeitung und Anzeigen können hilfreich sein. Ihr solltet Fragen klären, wie: Wo befindet sich die Hauptniederlassung? Wo die Filialen? Welche Produkte werden hergestellt? Wie viele Mitarbeiter werden beschäftigt?

Seht euch noch mal eure Unterlagen an. Falls euch Unklarheiten auffallen, wie Lücken im Lebenslauf, versucht sie für euch selbst zu klären, denn Fragen danach erwarten euch bestimmt.

 

Bereitet euch auf mögliche Fragen vor, wie:

Was sind Ihre Lieblingsfächer?

 

Warum haben Sie gute Noten in diesem Fach bzw. schlechte Noten in jenem Fach?

 

Sind Sie mit dem Zeugnis zufrieden?

 

Wie kommen Sie mit den Lehrern aus?

 

Wie kommen Sie mit den Mitschülern aus?

 

Welche Zeitungen, Zeitschriften oder Bücher lesen Sie? (Hier könnten auch Rückfragen kommen, wie „Was haben sie zuletzt gelesen?“)

 

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

 

 

Oder Fragen zur Berufswahl, wie:

Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?

Wie sind Sie darauf gekommen?

Haben Sie ein Praktikum oder einen Ferienjob in diesem Beruf gemacht?

Welche Vorstellungen haben Sie von diesem Beruf/von der Ausbildung bei uns?

Kennen Sie auch Nachteile Ihres Wunschberufes?

Welche Berufe interessieren Sie noch?

Warum haben Sie sich bei unserer Firma beworben?

Was wissen Sie über unseren Betrieb?

In welchem Bereich sehen Sie Ihre besonderen Fähigkeiten? Was können Sie gut?

Welche Aufgaben bereiten Ihnen Schwierigkeiten?

Wo sehen Sie Ihre Stärken und wo Ihre Schwächen?

Wie stehen Sie zum Thema Pünktlichkeit (Ehrlichkeit, Fleiß)?

 

Es ist auch möglich, dass ihr gesagt bekommt: „Erzählen sie doch mal was von sich!“ Dann hilft euch die Vorbereitung auf die Fragen auch weiter.

Es sind nur arbeitsbezogene Fragen zulässig. Fragen zu politischer Meinung, Familienplanung, Finanzsituation und ähnlichem gehen zu weit und verletzen euer Recht auf Privatsphäre.

Auch solltet ihr euch darauf vorbereiten eigene Fragen zu stellen, denn das zeugt von Interesse am Unternehmen. Diese könnt ihr auf einem Zettel notieren und zu dem Gespräch mitnehmen.

Es kann natürlich nicht von Nachteil sein, wenn ihr das Gespräch mit einem Freund oder euren Eltern einmal durchspielt um ein wenig Übung zu bekommen auf Fragen zu reagieren und das freie Sprechen zu trainieren.

 

Zu den Klamotten

In dem Vorstellungsgespräch geht es um den Eindruck, den du bei deinem Gegenüber hinterlässt. Deine Kleidung sollte daher seriös sein. Das heißt aber nicht, dass du in den feinsten Klamotten kommen musst, aber die zerrissenen Jeans oder gar kurze Hosen und das schon ausgeblichene Lieblings-T-Shirt sollten lieber im Schrank bleiben. Das Äußere kann je nach Beruf variieren, so wird wohl Keiner von einem Dachdecker verlangen mit Anzug und Krawatte zu erscheinen, bei einem Bankkaufmann sieht das aber wieder anders aus. Es gilt also der Grundsatz, seriös, dem Beruf angepasst aufzutreten und dabei authentisch zu bleiben.

Es gilt auch mit Duftwässerchen, Haar-Gel und Make-up nicht zu übertreiben.

 

Auf geht’s

Bei eurer Vorbereitung solltet ihr euch auch genau überlegen, wie ihr zu dem Termin kommt. Ob nun mit Bus, Bahn oder dem eigenen Kfz, rechnet Verspätungen oder Staus mit ein, denn Pünktlichkeit ist oberstes Gebot. Keine Termine nach dem Gespräch! Nicht das es euch passiert, dass ihr das Gespräch unterbrechen müsst um woanders hin zu gehen.

Direkt vor dem Gespräch solltet ihr noch mal tief Luft holen und euch klar machen, dass ihr nicht zu einem Verhör geladen seid und die Menschen, auf die ihr gleich trefft, euch nichts böses wollen. Sagt euch selbst: „Ich schaff das. Außerdem bin ich gut vorbereitet.“

Dann geht’s los, ihr klopft an die Tür und begrüßt euren Gesprächspartner. Wenn du nervös bist kannst du das ruhig zugeben, das zeugt von Ehrlichkeit. Vermeide auf dem Stuhl herumzurutschen oder nervös mit den Beinen zu schaukeln. Das Gespräch beginnt in der Regel mit einem Smalltalk. Lasst euch also nicht von Fragen irritieren, wie: „Wie geht es ihnen“ oder „Wie haben sie zu uns gefunden“

Hör deinem Gegenüber zu und lass ihn ausreden. Lass dir für die Beantwortung von Fragen ruhig etwas Zeit, das hilft dir dich zu konzentrieren.

Nach dem Gespräch solltet ihr nicht gleich aus dem Raum flüchten, sondern euch noch freundlich verabschieden.

 
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