| Ausbildung |
|
|
|
Was heißt Ausbildung?Grundsätzlich heißt es, dass eine Ausbildung das Vermitteln von Kenntnissen und Fähigkeiten umfasst, was sowohl Auszubildende, als auch Studenten gleichermaßen betrifft. Ziel der Ausbildung ist zumeist die Ausübung eines Berufes, mit dem erforderlichen Abschluss, den man durch eine Prüfung erlangt. Ob nun ein Bäcker oder ein Diplom-Volkswirt, eine Ausbildung haben beide hinter sich gebracht. Unser Hauptaugenmerk soll nun hier auf der Berufsausbildung liegen. Diese Aufgabe wird vor allem durch (Berufs-) Schulen und Ausbildungsbetrieben erfüllt, allerdings auf unterschiedliche Weise. Duales BerufsausbildungssystemDiese Ausbildungsform findet parallel in Betrieben und Berufsschulen statt. In den Betrieben lernt man sprichwörtlich das Handwerkszeug für den Beruf. Hier werden praktische Erfahrungen gesammelt, aber auch Kniffe und Tricks von den Kollegen gelernt, die einen durch den Arbeitsalltag begleiten. In der Regel ist man einige Wochen am Stück im Betrieb tätig um dann eine Woche in der Schule zu sein. Da man davon spricht, ¾ der Ausbildung im Betrieb zu sein, würde das drei Wochen Ausbildungsbetrieb und eine Woche Berufsschule im Wechsel bedeuten. Je nach Beruf, der festgelegten Ausbildungsordnung und anderen Regelungen der Länder, sind aber auch andere Varianten möglich. So zum Beispiel Schule in Blockform, die zwei, drei oder mehr Wochen dauert, oder Montag bis Mittwoch im Betrieb zu arbeiten und die restlichen Tage zur Schule zu gehen.Wie schon angedeutet unterliegt die schulische Ausbildung den Regelungen der Bundesländer. In den Berufsschulen bekommt man zum Großteil die theoretischen Kenntnisse und Hintergrundwissen vermittelt. Neben den speziellen Fächern des Berufes werden aber auch allgemeine Fächer, wie Deutsch, Sport und oft auch eine Fremdsprache unterrichtet. Teilweise werden auch praktische Erfahrungen in Lehr- oder Übungswerkstätten vermittelt. Auch für Berufsschulen gibt es einen bestimmten Lehrplan. Die Kenntnisse der Schüler werden von den Lehrern, wie aus den allgemeinen Schulen bekannt, durch schriftliche und mündliche Arbeiten überprüft. Und wo wir schon beim Thema sind, etwas zu den Prüfungen. In der Ausbildung gibt es in der Regel eine Zwischenprüfung, die aufzeigen soll, wie der Azubi sich in der bisherigen Ausbildungszeit entwickelt hat. Die Zwischenprüfung findet etwa in der Mitte der Lehre statt und umfasst sowohl theoretische, als auch praktische Prüfungsteile. Eine Abschlussprüfung, soll dann zeigen, ob der Lehrling oder Azubi in der Ausbildungszeit die Voraussetzungen des Berufes erlernt hat und zur Berufsausübung bereit ist. Im Handwerk heißen diese Prüfungen Gesellenprüfung und nach deren Abschluss, mit einem Gesellenstück, darf man sich Geselle nennen. In anderen Berufen gibt es unterschiedliche Bezeichnungen für den Abschluss, wie zum Beispiel Facharbeiter im industriellen Bereich. Die Prüfungen werden von der, für den Beruf zuständigen Stelle (Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer) organisiert. Oft geht das Ergebnis der Zwischenprüfung zu einem bestimmten Teil mit in die Abschlussprüfung ein. Wer eine Abschlussprüfung in den Sand setzt, kann sie in der Regel wiederholen, jedoch erst zum nächsten Wiederholungstermin und auch nicht beliebig oft.
Überbetriebliche Ausbildung?Vielleicht habt ihr von Bekannten oder Freunden schon einmal gehört: „Ich bin in keinem Betrieb, ich mache eine überbetriebliche Ausbildung.“ Und ihr wundert euch dann, wie das gehen soll. Aus der Sicht des Gesetzgebers ist die überbetriebliche Ausbildung Teil des Dualen Ausbildungssystems. Hier wird es dann auch etwas kompliziert, da einige Politiker von einem trialen System sprechen, was uns aber an dieser Stelle nicht weiter verwirren soll. Die überbetriebliche Ausbildung erfolgt in Werkstätten, die außerhalb der Ausbildungsstätten erfolgt. Eigentlich ist das als Ergänzung zu der Ausbildung im Betrieb gedacht, wenn man auf ständig wechselnden Baustellen arbeitet. Zum Problem wird das allerdings, wenn die Ausbildung ausschließlich in diesem Bereich statt findet, man nur in Lehrwerkstätten lernt und kein richtiges Produkt, wie es später im Beruf von einem verlangt wird, herstellen muss, das mit Anderen auf dem freien Markt konkurriert. Dem sollte man dann äußerst kritisch gegenüberstehen und sich fragen, ob man mit einer solchen Ausbildung wirklich Chancen auf dem Arbeitsmarkt von Morgen hat. Nicht verwechseln sollte man diese überbetriebliche Ausbildung mit der schulischen Ausbildung. Denn neben den akademischen Ausbildungen, also dem Studium an Hochschulen, gibt es noch die Ausbildung an Berufsfachschulen oder Fachschulen zu einem Beruf. Besonders im erzieherischen und pflegerischen Bereich ist diese Ausbildungsart weit verbreitet. Neben der reinen theoretischen Ausbildung sollen mehrere Praktika berufsspezifische praktische Erfahrung vermitteln. Jedoch gilt für alle Ausbildungen:„Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ und um erfolgreich einen Abschluss zu machen, muss man sich schon auf den eigenen Hosenboden setzen und was tun. Also klotzt ran! |
Ausbildung 

