| zwischen Schule und Beruf |
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Wer eine Lehre beginnt hat die Schule hinter sich und war dort einer der Ältesten um nun plötzlich wieder einer der Jüngsten zu sein. Erstes Lehrjahr ist ein bisschen wie erste Klasse, man ist wieder der Anfänger, weiß noch nicht so recht wie es an der Berufsschule oder im Betrieb zugeht. Eine Zeit der Umgewöhnung, man muss sich an einen neuen Lebensrhythmus gewöhnen, zeitiger aufstehen und körperlich schwer arbeiten. Gleichzeitig gibt es viel zu lernen, theoretisch aber auch praktisch, man muss auf einmal alles ganz genau machen und Disziplin, Ordnung und Sicherheit spielen eine viel größere Rolle. Bestimmte Fertigkeiten die man im Beruf braucht lassen sich nur langsam antrainieren. Bevor ein Werkzeugmacher ein Biege- oder Stanzwerkzeug fertigen kann, muss er ein halbes Jahr lang trainieren wie man so feilt das am Werkstück Winkel, Maß und Oberfläche stimmen. Ein halbes Jahr lang jeden Tag 8 Stunden feilen und nur in ganz kleinen Schritten besser werden, ist nicht jedermanns Sache. Aber auch ein Fernmeldetechniker braucht lange ehe er aus einem Bündel, von mehreren hundert Adern, das richtige Paar herausfindet. In den drei Jahren Lehre lernt man oft mehr als in drei Jahren an der Mittelschule. Man braucht einen starken Willen um eine Lehre erfolgreich durchzuziehen und es gibt keine vernünftige Alternative. Was soll werden wenn man die eigene Lehre abbricht? Noch mal von vorn beginnen, oder ungelernte Hilfskraft mit wenig Aussicht auf Arbeit und einen guten Verdienst. Nein das kann es nicht sein, Hilfsarbeiter kommen aus Ländern in denen man mit viel Weniger zu Frieden ist als wir in Deutschland. Man hat aber auch die Chance sich besondere Fähig- und Fertigkeiten anzueignen. In der Schule hatten alle denselben Lehrplan, in der Lehre lernt man Dinge die kaum ein Anderer kann, vorausgesetzt man ist gut darin. Durch eine Lehre kann einer, der in der Schule nie besonders gut war, ein Experte werden, der dringend gebraucht wird. Nun ist es nicht ganz so einfach eine gute Lehre zu bekommen. Oft sind viele Bewerbungen nötig und manchmal scheitert man kurz vorm Ziel. Aber der ganze Aufwand lohnt sich, wenn man nur bedenkt, dass man sein ganzes weiteres Leben damit beeinflusst. Bleibt hartnäckig bei der Suche nach einer Ausbildung, prüft ob die gut für euch ist. Sicher eine überbetrieblichen Ausbildung bekommt fast jeder, ohne über 100 Bewerbungen schreiben zu müssen und die ist auch nicht so schwer, aber wenn ihr hier auf unserer Webseite die Meinungen dazu gelesen habt, dann ahnt ihr schon wie selten jemand damit zu frieden ist. |
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