| Praktikum |
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Praktika können verschiedene Bedeutungen haben und unterschiedlichen Zwecken dienen. Vom Wortlaut her bedeutet Praktikum seine theoretischen Kenntnisse praktisch anzuwenden. So gibt es in einigen Ausbildungen, vor allem in schulischer Form, und in vielen Studiengängen Praktika als Teil der Ausbildung, die für den Abschluss notwendig sind. Praktika können aber auch dazu dienen, sich zu erproben oder in einen Beruf hineinzuschnuppern. Meist ist das Praktikum, vor allem als Pflichtteil der Schule oder Ausbildung, nicht bezahlt, aber auch hier gibt es Ausnahmen. Praktikum in der SchuleIn den höheren Klassenstufen der Schule (9. oder 10.Klasse) gibt es oft ein Orientierungspraktikum, das den Schülern dabei helfen soll sich für einen späteren Beruf bzw. eine Ausbildung zu entscheiden. Dieses Praktikum dauert oft nur wenige Wochen und eben nicht der Ausbildung zu diesem Beruf, sondern nur der Orientierung dienen. Man sollte schon grundlegende Fragen über den Beruf und die Arbeitswelt während dieser Zeit klären können: Gefällt mir die Arbeit an dem Produkt / mit den Menschen? Kann ich mit den Arbeitszeiten umgehen? Gibt es in dem Beruf spezielle Methoden / Maschinen? Damit man seine Berufswahl nicht allein von einem Betrieb abhängig macht empfiehlt es sich ein zweites Praktikum (eventuell freiwillig in den Ferien) in einem anderen Betrieb durchzuführen, um Vergleiche ziehen zu können. Wenn man beispielsweise sich in einem Betrieb nicht mit den Mitarbeitern so gut verstanden hat, kann das einem das Bild des Berufes vermiesen, obwohl man in einem anderen Betrieb ganz andere Erfahrungen gemacht hätte. Auch um unterschiedliche Berufe in ähnlichen Bereichen (z. B. Kfz- und Zweiradmechaniker) vergleichen zu können sind mehrere Praktika empfehlenswert. Auch sollte man sich nicht zu schade sein auch mal die eine oder andere Frage zu stellen, denn das zeigt Interesse. Wenn euch also eine Maschine oder ein Arbeitsablauf näher interessiert fragt nach, ob ihr dabei mal zusehen oder es selbst einmal ausprobieren dürft. Erwartet jedoch keine Dankbarkeit und denkt nicht dass eure Arbeit als große Erleichterung aufgefasst wird. Oft ist es doch so, das euch vieles erst gezeigt werden muss, das ihr nicht so schnell und genau arbeitet wie ein Facharbeiter und das deshalb eure Anwesenheit zusätzliche Arbeit verursacht. Es kann sogar sein das eure Anwesenheit als Last empfunden wird. Seid trotzdem bescheiden und zeigt Respekt vor der Arbeit anderer. Wenn Mitarbeiter sauber machen, solltet ihr euch auch daran beteiligen. Wenn ihr aber nur solche Arbeiten bekommt, solltet ihr mit dem sprechen der euch eingestellt hat. Sagt ihm dass ihr etwas Neues lernen wollt, oder erwähnt konkret einen Arbeitsplatz oder eine Maschine an dem/der ihr gerne arbeiten würdet. Euer Wissensdurst könnte euch für den Betrieb und damit für einen eventuellen Ausbildungsplatz attraktiv machen. Art des PraktikumsNeben den inhaltlichen Unterschieden der Orientierungspraktika, als Bestandteil der Ausbildung oder freiwillig in den Ferien, unterscheidet man die Praktika nach ihrer Anleitungsstruktur. Es gibt also angeleitete und nicht begleitete Praktika. Doch wo liegt nun der Unterschied?In einem angeleiteten Praktikum findet sich erst einmal ein Anleiter in der Praktikumsstelle. Dieser gilt für den Praktikanten und die Ausbildungsstätte, ob nun Schule oder das zuständige Amt der Hochschule, als Ansprechpartner. Mit dem Anleiter wird ein Plan erarbeitet, welche Lernziele das Praktikum hat, über den Fortschritt während des Praktikums werden regelmäßig Gespräche geführt und der Praktikant kann seine Beobachtungen auswerten. Des Weiteren gibt es auch von der Ausbildungsstätte eine Zuständige Person (Lehrer oder Professor) die den Praktikanten begleitet. Diese Form hat sich im Studium durchgesetzt, da es sich hier in der Regel um längerfristige Praktika (5-12 Monate) handelt. Die Anleitung ist Voraussetzung für einen möglichst optimalen Lernerfolg und wird oft durch Prüfungs- oder Praktikumsordnungen geregelt. Das Praktikum wird am Ende in einem Zeugnis bewertet und in einem Abschlussgespräch ausgewertet. In einem freiwilligen Praktikum, das man in den Ferien macht gibt es das oft nicht. Allerdings verfolgt man dabei auch ein anderes Ziel. Man kann nicht nur in einen Beruf hineinschnuppern, sondern auch Kontakte knüpfen und auf sich aufmerksam machen, so dass man eventuell bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz hat.
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