| Wer studieren kann hat es geschafft. |
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Man hat bildungsmäßig gesehen die Meisten hinter sich gelassen, man hat eine gute Startposition, aber keinen Grund sich auszuruhen. Natürlich möchte man nach 12 oder 13 Jahren Schule einen Schussstrich ziehen, aber es ist so als ob man Ablauf nimmt ohne zu springen. Einige legen eine Pause von mehr als einem Jahr ein um zu reisen, sich im Ausland durchzuschlagen, Abenteuer zu erleben. Meiner Meinung nach macht das selten Sinn. Sicher lernt man auch auf solchen Reisen etwas, aber nicht in der Intensität wie beim Abitur und wenn es dann wieder ans studieren geht fällt es schwer die ehemalige Leistungsfähigkeit wieder zu erreichen. Natürlich wird es den künftigen Anglistikstudenten nützen wenn er sich, ein Jahr lang in Großbritannien, intensiv mit Sprache und Kultur befasst. Aber nur selten werden sich die Vorbereitungen auf ein Studium und die eigene Abenteuerlust so gut kombinieren lassen. Man sollte sich klar machen was für eine große Chance so ein Studium ist, man kann darauf aufbauend etwas ganz besonderes aus seinem Leben machen und die Kosten trägt die ganze Gesellschaft, gegenüber der man damit doch eine gewisse Verpflichtung hat. Die schwierigste Entscheidung ist sicherlich die der Studienrichtung. Es ist schon fast tragisch wie viele, wegen falscher Vorstellungen über den Inhalt, beispielsweise das Informatikstudium, abbrechen. Ein Neubeginn ist schon wegen der eigenen Frustration kompliziert. Bevor ihr euch entscheidet denkt über eure Motivation nach, es ist nicht klug ein Studium auszuwählen weil es grade chic ist, oder wegen des zu erwartenden Einkommens. Denkt daran was ihr gut könnt, was euch Spaß macht und wer ihr in 20 Jahren sein wollt. Und wer glaubt verzweifeln zu müssen, weil alles viel schwieriger als gedacht wird, dem kann ich nur sagen, dass jeder diesen Punkt früher oder später erreicht. Dann kommt es darauf an nicht aufzugeben, denn nichts ist frustrierender als die eigene Kapitulation. Es sind diese Bewährungsproben, auf die man später so stolz ist, wenn man über den eigen Schatten springt. |
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