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 Meine beste Entscheidung

Ich war ein Spätzünder, damals als Junge hatte ich bis zur 9. Klasse kein großes Interesse an Bildung und Schule. Aber dann kam auf einmal die Erkenntnis, dass die tollsten Berufe ein Studium erforderten. Also gab ich Gas und arbeitete im Unterricht intensiv mit und lernte zu Hause noch zusätzlich. Mein Notendurchschnitt verbesserte sich und Mathe und Physik machten sogar richtig Spaß.

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Über Umwege zum Erfolg.

Als ich 1998 meine Ausbildung zur Wirtschaftsassistentin für Fremdsprachen und Touristik begann, war ich in erster Linie froh überhaupt einen Ausbildungsplatz zu haben. Nach Abbruch meiner ersten Ausbildung zur Verkäuferin bei LIDL fand ich einen Platz am TÜV Bildungswerk, einer privaten Schule. Die schulische Ausbildung kostete monatlich eine ganze Menge Geld, insgesamt 12.000 DM (ca. 6.000€) für zwei Jahre. Vertraglich war ich gebunden, konnte diese Ausbildung nicht einfach abbrechen.

Das Hauptaugenmerk lag auf Sprachen (Französisch, Spanisch und Englisch) und Tourismusmanagement und –Marketing. Leider ging der Touristische Teil nicht über Sachsen-Anhalt hinaus. Zwei Jahre lang sind wir im Unterricht auf der „Straße der Romanik“ gereist, eigentlich ganz interessant aber für eine Tourismusfachkraft doch etwas einseitig. Was ich heute als positiv beurteilen kann waren die Sprachausbildung sowie die vermittelten Kenntnisse in BWL und VWL. Diese Dinge kommen mir auch heute, 9 Jahre später noch zugute. Im Rahmen der zweijährigen Ausbildung absolvierte ich ein vierwöchiges Praktikum bei TUI am Flughafen Halle/Leipzig. Das war eine sehr schöne Erfahrung. 

 
Mit meiner Ausbildung bin ich unzufrieden.

Meine Ausbildung zum Chemikanten begann ich gleich nach der Schule. In der Schule musste ich um 7:30 Uhr im Klassenzimmer sitzen, aber bei meiner Ausbildung sollte ich schon um 7:00 Uhr antreten. Das hieß für mich also um 5:15 Uhr aufzustehen und 6:00 Uhr auf dem Moped zu sitzen und 45 Minuten durch Wind und Wetter zu fahren, dann noch vor Ort die Arbeitskluft anzulegen und schnell zum Ausbilder zu rennen.

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